Newsletter Januar 2022

Welcome

Liebe Hannahs, liebe Ehemänner, liebe Hannahs-Ehepaare,

heute ist der letzte Tag des Jahres 2021.

Ich denke an viele Begegnungen, die mich in puncto Barmherzigkeit sehr herausgefordert haben.
Über dem nun endenden Jahr 2021 standen die Worte:
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)

Wo wurden wir herausgefordert, barmherzig, gnädig, gütig, mild, mitfühlend zu sein?
Da waren Menschen,
- die sich anders verhielten als ich mir das gewünscht hätte
- die ihren Glauben anders lebten
- die mich/uns übersehen
- die mich verletzt haben
- die einfach nur schwanger sind und in mir die Frage „warum ich nicht“ ausgelöst haben
- die zu sehr auf ihre Kinder, ihre eigenen Familie fixiert sind
- die mein Leben, meine Sichtweise nicht verstehen

Ich denke aber auch an die Begegnung mit mir selbst. Kann ich mir gegenüber barmherzig sein, wenn ich
- andere übersehen habe
- falsch reagiert habe
- den anderen in eine Schublade gesteckt habe, in die er nicht gehört
- einfach nur unbarmherzig war
- den anderen ihr Glück nicht gönne
- hartherzig war

Mir kommt die Geschichte vom verlorenen Sohn in den Sinn (Lukas 15, 11-32)

War es wirklich nur das große Willkommensfest, dass den älteren Sohn zornig machte?
Hautnah hat er alles mitbekommen.
Der jüngere Bruder
- nahm sich einfach was ihm zustand
- entzog sich der Arbeit hier Zuhause
- erlebte Abenteuer
- schmiss das Geld zum Fenster raus
- erlebte „goldene Zeiten“
- bekommt ein Fest, statt einer Standpauke
Wie schwer musste es für den ältesten Sohn gewesen sein, seinem Bruder barmherzig zu begegnen.

Wie schäbig kam sich der jüngere Sohn vor, als er sich eingestehen musste, dass er versagt hat.
Er ist nicht verantwortungsbewusst mit seinem Geld umgegangen.
Er hat Grenzen überschritten, vielleicht auch gelernte Werte missachtet.
Im schlimmsten Dreckloch wird ihm sein Verhalten bewusst.
- Scham über sein maßloses Leben
- Reue über sein Verhalten
- Hunger, auch nach Leben
- Heimweh
Manchmal ist es schwer, barmherzig mit sich selbst zu sein.

Die Barmherzigkeit in Person ist der Vater.
Er ist barmherzig und gütig, als er dem Jüngeren sein Erbe ausbezahlt.
Er ist barmherzig und mild, auch wenn er ahnt, dass sein Erbe verprasst wird
Er ist barmherzig und gnädig, wenn er sich jeden Tag aufmacht, um Ausschau zu halten nach dem Jüngeren.
Er ist barmherzig und mitfühlend seinem Ältesten gegenüber.
Er ist barmherzig und gnädig gegenüber dem Zorn, der sich in seinem Ältesten eingenistet hat
Er ist barmherzig und gütig als er seinen Ältesten zum Fest bittet und ihm seinen Reichtum zeigt.

Gott, unser Vater fordert uns mit seinen Worten der Barmherzigkeit ganz schön heraus.
Barmherzig zu sein ist nicht einfach und doch ist er das vollkommene und beste Vorbild dafür.
Und da, wo ich versagt habe, wie der älteste Sohn dem Nächsten gegenüber oder wie der jüngere Sohn mit sich selbst, da kommt ER mir schon entgegen, hält Ausschau nach mir, wartet auf mich.
Gottes Barmherzigkeit gilt mir, heute, morgen und 2022.
Und die mir geschenkte Barmherzigkeit kann und darf ich dann auch wieder weitergeben an meine Mitmenschen.

Lasst Euch für das neue Jahr von der neuen Andacht für Januar ermutigen.

Liebe Grüße von Simone und dem Hannahs-Team

 



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