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ohne Kinder - aber nie ohne Gott

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Auf einem Spaziergang an einem der letzten lauen Sommerabende Ende September nehme ich Platz auf einer Bank am Waldrand, die ich erst neulich entdeckt habe. Ich habe mich am Abend noch eine Runde in den Wald begeben. 

Auf dem Weg wollte ich Ruhe suchen und mit Gott unterwegs sein, erspüren, was wohl in der Novemberandacht ein gutes Thema sein könnte. Während des Laufens sehe ich immer wieder Hochsitze von Jägern - am Ende so viele, dass ich sie gar nicht mehr zählen kann. Sonst sind mir diese Hochsitze noch nie so zahlreich aufgefallen. Aber ein Jägerhochsitz hat doch nichts mit meiner Andacht zu tun!? Ich überlege, was mir zum Hochsitz einfällt: Jäger, gejagt, in Erwartung, fokussiert, in hab Acht, weite Fläche, Versteck, getarnt, auf der Lauer, ruhig, im Dunklen, verborgen, warten, ausharren, Blick von oben ... 

Und während mir so die Worte "Blick von oben" in den Sinn kommen, muss ich an Zachäus denken. Auch er saß oben in einem Baum und wartete... Neugierig und erwartungsvoll war er, als er die Ankunft von Jesus heransehnte. Einen guten Platz wollte er haben, aus sicherer Entfernung wollte er schauen, wer dieser Jesus eigentlich ist. Das Laub des Baumes gab ihm Schutz, vielleicht wollte er verborgen und etwas versteckt sein.


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