Andacht März 2026
Schirm der Liebe
Wie wertvoll ist es einen Ort zu haben, wo wir sein dürfen wie wir sind. Einen Platz in der Gegenwart von lieben Menschen, wo wir uns nicht verstellen müssen und unsere Masken ablegen können. Wo wir keine Erwartungen erfüllen müssen, wo wir loslassen können und uns geborgen und sicher fühlen. Sicher uns zu öffnen mit unseren Fragen, Emotionen, Ängsten, Sorgen, Träumen und all dem was uns beschäftigt. Ohne Ziel und Lösung, sondern in aller Einfachheit, im wahrgenommen und gesehen werden. Einen Ort an dem wir neue Zuversicht und Hoffnung sammeln können für die Herausforderungen und Wüstenzeiten in unserem Leben.
Ich bin sehr dankbar über die lieben Menschen an meiner Seite, die mir so einen Platz der Sicherheit geben. Im Alltag des Lebens sind sie wertvoller als Gold und Edelsteine und ein Schatz den Gott mir zur Seite gestellt hat. Sein verlängerter Arm der Liebe hier in der Welt, um mich zu begleiten und zu ermutigen.

Als meinen größten und wertvollsten Ermutiger hat Gott mir meinen lieben Ehemann zur Seite gestellt. Gemeinsam als Ehepaar können wir den Stürmen des Lebens begegnen, in der Vertrautheit und Sicherheit, die wir uns gegenseitig als Ehepartner schenken. Manchmal gefühlt wie in einem Orkan, wo wir den riesengroßen Schirm gemeinsam festhalten und uns gegen allen Widerstand stemmen. Die meiste Zeit aber als vertrauter und sicherer Ort der Geborgenheit und gegenseitigen Ermutigung und Liebe.
Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: „Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!“
In dem gemeinsamen unterwegs sein als Ehepaar liegt eine große Kraft und Stärke, die durch unseren Herrn Jesus Christus vervollständigt wird. Ihn brauchen wir ganz besonders an unserer Seite in den Schlechtwetterperioden unseres Lebens. Denn gerade die tiefe Nähe und Liebe birgt auch die Gefahr von Verletzungen und Enttäuschungen. In unserer Unterschiedlichkeit der Persönlichkeiten prallen manchmal verschiedene Welten aufeinander. Wie gut ist es dann, einen Platz unter Gottes Rettungsschirm zu haben, der uns ganz persönlich in unseren Schwachheiten und Verletzungen begegnet.
HERR, du erforschst mich und kennst mich! Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen;
Unter Gottes Rettungsschirm zu sitzen gibt mir ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Er hat mich geschaffen und kennt mich zu hundert Prozent. All meine Tage sind in sein Buch geschrieben und er hat den besten Überblick über mein Leben mit all seinen Facetten. In seiner Gegenwart kommen mein Herz und meine Seele zur Ruhe. Vor ein paar Jahren, in einer sehr turbulenten persönlichen Zeit, habe ich die folgenden Zeilen geschrieben, und ich finde sie passen immer wieder gut in mein Leben:
Meinen Platz am Vaterherz Gottes finden. In aller Einfachheit.
Inmitten von Versagen, Zerbruch & Zweifeln.
Ein vorsichtiges Vortasten. Ankommen. Sein dürfen.
Wenn wir uns auf den Weg machen zu unserem
Platz an seinem Herzen, ist ER schon da und
empfängt uns mit offenen Armen.
Er will uns Ruhe, Trost und Geborgenheit schenken.
Wenn wir klagen, weinen oder auch schweigen,
hört er zu, hält aus und versteht.
Sein Herz an meinem Herz bringt alle unruhigen Stürme
in mir zum Schweigen.
Und vorsichtig darf ich es wagen, immer wieder neu,
Vertrauen zu fassen in seine Liebe, Güte und Größe.
Inmitten des Alltags gibt es in Jesus für uns einen dauerhaften inneren Ort der Ruhe, zu dem wir jederzeit Zugang haben können.

Mitten im Alltag unseres Lebens braucht es diese Momente wo wir zur Ruhe kommen können. Einen Ort des Sein-dürfens mit allem was unser Herz und unsere Seele bewegt. Zum einen in der Gegenwart Gottes und zum anderen aber auch bei uns vertrauten, lieben Menschen. Neben all den ermutigenden und liebevollen Zusagen aus der Bibel, braucht es auch ihren verlängerten Arm der Liebe Gottes an unserer Seite. Vertrauenspersonen die uns in den Arm nehmen, für uns beten, wenn uns selber das beten schwer fällt, die unsere Nöte und Gefühle aushalten und uns Mut und Hoffnung zusprechen, die mit uns weinen und lachen, Leben teilen, für uns da sind.
Ich wünsche Euch von Herzen immer wieder Oasenmomente in der Gegenwart Gottes, in Eurer Ehebeziehung, aber auch mit lieben Freunden. Zeit die Balsam für Eure Seele ist, zum auftanken, zur Ruhe kommen und um neu Kraft und Hoffnung zu schöpfen.
Deshalb bete ich, dass Gott, der euch Hoffnung gibt, euch in eurem Glauben mit Freude und Frieden erfüllt, sodass eure Hoffnung immer größer wird durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Im Januar hatten mein Mann und ich einen ganz besonderen Konzertabend bei Samuel Harfst und ich möchte Euch an dieser Stelle sein Lied „Unter seinem Schirm“ ans Herz legen (nach Psalm91). Besondere Zeilen, die auch wie Balsam für unser Herz und unsere Seele sind.

In diesem Sinne, seid gesegnet und behütet von Gottes Schirm der Liebe.
Wie nach einem langen kalten Winter die Natur wieder zu neuem Leben erwacht,
und die Vögel in den frühen Morgenstunden ein hoffnungsvolles Lied singen;
So will auch ich in den Wüstenzeiten meines Lebens
immer wieder zu meinem Herrn und Schöpfer Jesus Christus aufschauen,
ihm vertrauen und neue Hoffnung und Zuversicht in seiner Gegenwart sammeln.
Marion im März 2026
Bilder:
https://pixabay.com/
Liedeempfehlung „Unter seinem Schirm“ von Samuel Harfst
https://www.youtube.com/watch?v=NhM1-TgPFZw&list=RDNhM1-TgPFZw&start_radio=1
